„Horror-Muslime“ oder doch ganz cool drauf?
Nacht der Jugend in Neustadt lud zu kreativen Werken im Dialog ein

 

Am Freitag den 24.10.2008, lud der Arbeitskreis "Jugend & Prävention" zur „Nacht der Jugend“ von 18.00 bis 24.00 Uhr, in Neustadt (Nähe Karlsuhe) ein.

Für Jugendliche ab 14 Jahren wurde in den Räumen und auf dem Gelände der Schöntalschule ein buntes Programm aus Workshops, Diskussionsforen, Sport, Kultur, Musik, Kreativität, Tanz, Theater, Spiel, Religion, Bildung, Geschicklichkeit etc. angeboten.

Die MJD e.V. war mit einem Theater- Workshop mit dem Titel „Vorurteile? – Wie tolerant bin ich?“ vertreten. Die etwa 15 Teilnehmer sollten sich dabei in erster Linie mit dem Thema „Vorurteile gegen den Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe“ kritisch auseinander setzen und ein eigens entworfenes Theaterstück zusammenstellen und vorführen.

Zu Beginn des Workshops wurden zur Thematik passende Verse aus dem Korandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache bzw. Aussprüche des Propheten Muhammad1) der Gepriesene; der Verherrlichte; der Prophet des Islams; der Gesandte Gottes und letzter aller vom Schöpfer entsandten Propheten an alle Menschen 2) 47. Sure des Korans; 38 Verse; offenbart in Medina vorgetragen. (Bsp.: Der Propheten Muhammad (sav) hat gesagt: „Seid tolerant damit ihr Toleranz erfahrt!“). Die Teilnehmer hatten hinterher die Möglichkeit eigene Gedanken preiszugeben, zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Nun mussten sich die Jugendlichen in zwei Gruppen aufteilen, ein Genre in dem das Theaterstück spielen sollte aussuchen (Bsp.: Drama, Horror, Aktion, Bollywood, KungFu...) und mit dem Konzept beginnen. Später sollte das Theaterstück dann vorgeführt werden.

Die erste Gruppe hatte sich etwas ganz besonderes ausgedacht: In dem Theaterstück „Die Horror- Muslime“ ging es darum Vorurteile von einem konservativen Ehepaar über Muslime durch Argumente zu widerlegen. Auffallend war dabei, dass die Jugendlichen mit stichhaltigen Argumenten konterten.

Die zweite Gruppe stellte ein Theaterstück á la Bollywood zusammen. „Zwangsheirat bei Familie Erden“ befasste sich, wie der Titel schon sagt, mit der Thematik Zwangsheirat. Vater Erden wurde davon überzeugt, seine Tochter Merve nicht zu verheiraten und ihr die Möglichkeit bzw. Erlaubnis zu geben ihren Ehemann selber auszusuchen.

Nach den Vorführungen wurden noch Fotos gemacht, ein kleines Rap-Battle unter den Teilnehmer gestartet und ein Wettbewerb beim Kistenstapeln ausgetragen, bei dem Schwester Seher als Siegerin trumpfte.

Danach wurden noch ein paar kleine Geschenke verteilt, ehe sich die Jugendlichen auf den Weg nach Hause machten.

Schwester Seher und Schwester Sümeyha aus Karlsruhe

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