Alles Umma oder was?!
Bericht zum Regionalen Meeting in Wolfsburg

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Am 26. November 2011 fand in Wolfsburg das regionale Meeting Nord unter dem Motto „Alles Ummadas Volk; die Nation; die Gemeinde; die weltweite Gemeinschaft der Muslime oder was?!“ statt. Und der Name war Programm!

Während es früh am Morgen noch recht leer war, trudelten nach und nach immer mehr Geschwister aus Berlin, Hamburg, Bremen, Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Umgebung ein, um sich vom Programm und von ihren „Mitnordlichtern“ bereichern und inspirieren zu lassen.

Herzliche Umarmungen waren an der Tagesordnung, Küsse rechts und links, manchmal auch ein erst einmal zögerliches Händelschütteln und das erfreute Fragen nach dem Namen des Gegenübers. Die erste (Wiedersehens-)Freude ging über in eine unterhaltsame Begrüßung von Schwester Assia, die Vorstandsmitglied der Muslimischen Jugend ist. Ihre Stimme hallte in der großen Moscheeabgeleitet vom arabischen "masdschid" (wörtlich: Ort der Niederwerfung); in erster Linie Ort des gemeinschaftlichen Gebets; darüber hinaus Nutzungsmöglichkeiten für soziale, kulturelle und erzieherische Funktionen wider, in der alle sich versammelt hatten. Auf dem gemütlichen Teppich nahmen sie Platz, konnten auf die grüne Kuppel blicken und die große Gebetsnische am Ende des Raums. Er strahlte Ruhe und Frieden aus und sorgte für ein heimeliges Gefühl unter den anwesenden Geschwistern – ideale Voraussetzungen für die Rede von Schwester Assia. Sie begann mit einer unterhaltsamen Power-Point die MJD vorzustellen, was vor allem bei denen, die zum ersten Mal an einer MJ-Veranstaltung teilnahmen, zu vielen Aha-Effekten führte.

Weiter ging es mit dem Hauptvortrag  von Bruder Ali aus Hamburg zum Motto dieses Tages: „Alles Umma oder was?!“ Seine Art diesen Vortrag zu halten berührte Herz und Verstand; er brachte sein Publikum zum Nachdenken und verstärkte das Umma-Gefühl zusätzlich. Eh man es sich versah war auch schon der Mittag angebrochen. Während sich die eine Gruppe an das leckere, mit Liebe zubereitete Mittagessen machte, begab sich die andere Gruppe in die verschiedenen AGs, die es ermöglichten in kleinen Grüppchen etwas dazuzulernen und zu diskutieren – zum Beispiel zum Thema Umweltschutz im Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe oder „Erfolg aus islamischer Sicht“.  Es war aber auch möglich sich einen Tafsir anzuhören  und sich so etwas näher mit dem Qurandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache zu beschäftigen.

Wer wollte, konnte sich zwischendurch in der Halle mit Waffeln, Sandwiches, Tee oder Kaffee stärken oder ein Pläuschchen halten. Möglich war es auch sich beim FMF-Stand (Finanzberatung für Muslime und Freunde) oder beim Infostand der MJD umzusehen oder beim Stand des Narrabila-Verlags ein Buch zu erstehen oder sich den neuen Noura-Buch-Trailer anzuschauen. Von Langeweile konnte hier jedenfalls ganz und gar nicht die Rede sein. Im Gegenteil, die Zeit verging eigentlich viel zu schnell.

 

Und eh man es sich versah – mach Vorträgen, AGs, Essen und Gebeten – begann auch schon der Bunte Abend, zu dem sich die  etwa 150 Geschwister versammelten. Dass er ein wenig improvisiert war, da in letzter Sekunde ein Hauptakteur des Bunten Abends abgesprungen war, tat der Sache keinen Abbruch. Bruder Mubarek und Bruder Yahya amüsierten die Zuschauer mit einer kleinen und witzigen Anekdote von Nasredin Hodscha, Bruder Billal war auch ohne Anekdote ein humorvoller Moderator, und Schwester Nour und ihr Youngsters-Lokalkreis Berlin fügten eine ganz besondere Würze hinzu: sie zeigten ein Video über ein Mädchen, was ihren Weg zur MJD findet. Umso größer ist die Freude über den Preis, den die Schwestern für ihre Mühen bekamen.

 

Was fehlt ist jetzt – wie könnte es anders sein? – der Abschied. Nein, es soll jetzt nicht schnulzig, nicht tränenreich werden, das wäre zu kitschig. Aber...ja, vermissen tun sie sich jetzt eben doch, die Nordlichter der MJD. Und fragen sich jetzt: Nächstes Jahr wieder Regionales Meeting oder was?!

 

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