Besinnlichkeit, Seelennahrung und Gemeinschaft
Interview mit Jusef, dem Meeting-Imam

Jusef ist 20 Jahre alt, kommt aus Wuppertal und ist inshaallahwörtlich: wenn Allah will; solange Allah zulässt; wenn man etwas zu tun beabsichtigt oder jemandem etwas verspricht, soll noch „inschâallâh“ hinzugefügt werden bald Wirtschaftsingenieur. Mit 7 Jahren begann er den Qurandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache zu rezitieren und hat seitdem seine Stimme und Fähigkeiten immer weiter entwickelt. Momentan befindet er sich am Anfang einer Ijaza-Ausbildung. Auf dem diesjährigen MJD-Meeting war er der Imamder Vorbeter; der Führer; der Leiter; das Vorbild und hat unter anderem die gemeinschaftlichen Gebete geleitet. Wir haben ihn getroffen und einige Fragen gestellt.

 
Redaktion: Ist es dein erstes Mal als Imam auf dem MJD-Meeting und wie ist es dazu gekommen?
 
Jussuf Khalaf: Auf dem großen MJD-Meeting ist es das erste Mal, aber ich habe bereits auf verschiedenen kleineren Meetings als Imam vorgebetet, sowie bei anderen Anlässen und Veranstaltungen. Einige Brüder haben mich gebeten auf dem Meeting vorzubeten, daraufhin habe ich mich entschlossen es zu versuchen.
 
R.: Welches Gebet ist für dich das Besinnlichste auf diesem Meeting und warum?
 
J.K.: Alle Gebete sind natürlich besinnlich für mich, allerdings ist das Fajr-Gebet hier nochmal etwas ganz Besonderes. Man beobachtet wie muslimische Jugendliche am frühen Morgen aufstehen, während alle anderen noch schlafen, um das Frühgebet in der Gemeinschaft zu verrichten. Das gibt einem Stärke im Glauben und tankt den Iman nochmal extra auf.
 
R.: Was bedeutet dir diese Aufgabe und welche Verantwortung siehst du darin?
 
J.K.: Das Gebet zu leiten ist eine sehr verantwortungsreiche Aufgabe, an erster Stelle bei Allah und anschließend bei den Betenden. Der Imam trägt die Verantwortung für jeden einzelnen Mitbetenden vor Allah, denn wenn das Gebet des Imams falsch ist, so beten auch die anderen nicht richtig und der Imam muss am Tag der Auferstehung für jeden Betenden dieses Gebets die Fehler auf die eigenen Schultern nehmen.
 
R.: Stellt die Aufgabe eine Herausforderung für dich dar?
 
J.K.: Nein, alhamdulillahalles Lob gebührt Allah; „Alhamdulillâh“ zu sagen bedeutet, am Ende jeder Sache Allah zu danken nicht. Ich habe bereits sehr früh in meiner Kindheit angefangen die täglichen Gebete konzentriert zu verrichten und bin es daher dank Allah gewohnt.
 
R.: Würdest du das nächste Mal gerne wieder als Imam wiederkommen?
 
J.K.: Sehr gerne, inshaallah! Für mich war es eine Art von Dawa, um jeden Muslim1) wörtlich: der sich Unterwerfende, der sich Hingebende; Anhänger des Islams.2) (gest. 875); Kompilator des Hadîth; wie Buchârî, ein Verfasser des „Sahîh“ genannten Werkes und jede Muslima auf den Weg Allahs zu rufen.
 
R.: Jazakumullahu Khairan für deine Zeit und Mühen!

 

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