Viele verbinden mit den Worten “Security“ oder “Sicherheitsdienst“ oft Gedankenbilder, die sehr actionlastig sind und an Filme von Jean-Claude van Damme oder Chuck Norris erinnern.Die Wirklichkeit hat allerdings relativ wenig mit Action-Thrillern zu tun.
Die Realität ist, dass wir “Securities“ hauptsächlich für Ordnung auf dem Meeting sorgen.
Wenn z.B. ein Auto, was nicht zum Orgateam gehört, auf dem Gelände steht, bitten wir den Besitzer es auf den Parkplatz des Schullandheims zu fahren. Wir helfen Geschwistern, die ein bestimmtes Haus suchen, oder rufen den Meetingarzt, wenn sich jemand verletzt hat oder erkrankt ist. Kurz gesagt: Wir sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Meetings.
Doch es wäre gelogen, wenn man behauptete, dass alles immer vollkommen ruhig und wie am Schnürchen klappt. Querulanten und Störenfriede gibt es immer!
Doch mit einem gewissen Maß an Erfahrung, Autorität und dem Wissen, was zu tun ist, kann man die meisten dieser, zumeist männlichen, Übeltäter zur Vernunft bringen. Ein Beispiel: Als ich Samstag Nacht über das Gelände ging, lief ein Bruder vor mir weg. Als er gefasst war, stellte sich raus, dass er eigentlich nichts “Böses“ vorhatte, sondern einfach nur auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalinkick war.
Mit der Warnung ihn bei weiteren „Ungezogenheiten“ von seinen Eltern abholen zu lassen, ließ sich das Problem allerdings sehr schnell lösen.
Doch wie schon gesagt, Action ist eher die Ausnahme.
Security zu sein ist nicht unbedingt einfach, weil man nicht besonders viel Schlaf bekommt, und es sehr langweilig sein kann, alleine an der Pforte zu sitzen.
ABER:
Es hat auch seine Vorteile. So hat man als Security vollen Zugriff auf ein schier unendliches Kontingent an Salzigem und Süßem und Flüssigem.
Und ab und zu gibt es auch eine Familienpizza mit allem, was das Herz begehrt – zur Beruhigung der Security-Seele.
Alles in allem kann man sagen, dass es schon ganz cool ist Security zu sein.
Man wird von den Teilnehmern respektiert und geachtet.
Die orangefarbenen Westen sind zwar etwas unvorteilhaft, haben aber auch etwas Besonderes an sich. Um ehrlich zu sein und aus dem Nähkästchen zu plaudern:
Mit Weste fühle ich mich cooler. Und man darf als einziger nachts rumlaufen ohne Ärger zu bekommen.
Deshalb werde ich mich nächstes Jahr wieder zum Security-Dienst melden, das sei an dieser Stelle gesagt.



