Morgens halb 10 in einer Moscheeabgeleitet vom arabischen "masdschid" (wörtlich: Ort der Niederwerfung); in erster Linie Ort des gemeinschaftlichen Gebets; darüber hinaus Nutzungsmöglichkeiten für soziale, kulturelle und erzieherische Funktionen in Mainz: Emsiges Treiben, einige Geschwister, die die letzten Vorbereitungen treffen und noch ein paar Bittgebete machen, sodass Allah ihnen bei ihrem Vorhaben beistehen möge.
Am 12.12.2010 war es endlich soweit: der große Tag der MJDler aus Mainz war gekommen. Sie hatten sich lange auf das regionale Meeting unter dem Motto „Don´t panic I´m islamic“ vorbereitet. Als so langsam die Besucher eintrafen, machte sich auch schon die „MJD-Atmosphäre“ breit. Schwestern die sich um den Hals fielen oder Brüder die sich etwas „cooler“ umarmten. Die Wiedersehensfreude war bei allen groß.
Don't Panic, I'm Islamic! Der Bericht
Rückblick zum Regionalmeeting in Mainz
In einer gemütlichen Runde wurden die Geschwister in der Moschee begrüßt und über das Motto aufgeklärt. An dieser Stelle werden dem ein oder anderen Bruder Boujemaas Worte wieder einfallen: „Back to the roots“. Genau so fühlte sich das Regionalmeeting an.
Nach einer kleinen Vorstellung der Moschee und ihrer Arbeit referierte Schwester Malika passend zum Motto. Selbstreflektion war einer der wichtigen Begriffe ihres Vortrages. Mit Beispielen aus dem Leben des Propheten sasAbkürzung für „sallallâhu alajhi wa sallam“ („Der Friede Allahs sei auf ihm“); Bei der Nennung des Namens des Gesandten Gottes Muhammad (sas) sprechen die Muslime diesen oder einen ähnlichen Segenswunsch aus.. machte sie noch einmal deutlich, dass er es als Verkünder der Religion unter viel schwierigeren Umständen geschafft hat den Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe den Menschen näher zu bringen. Da dürften die Sarazzins ja wohl das kleinere Übel sein.
Auch der Vortrag von Bruder Mohamed1) der Gepriesene; der Verherrlichte; der Prophet des Islams; der Gesandte Gottes und letzter aller vom Schöpfer entsandten Propheten an alle Menschen
2) 47. Sure des Korans; 38 Verse; offenbart in Medina Johari „Lesen gefährdet die Dummheit“ bezog sich auf die Eigeninitiative des Muslims. Er betonte mehrmals, die Pflicht eines jeden Muslims sich Wissen anzueignen und sich weiterzubilden und mit seinen individuellen Stärken seine Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft zu finden. Hierauf führte er einen sehr einprägsamen Hadithder Bericht; die Überlieferung; Aussprüche und Taten des Gesandten Gottes Muhammad (saw); Bezeichnung für die Berichte, in denen die Sunna Muhammads (saw) überliefert wurde an: Es geht in diesem Hadith um eine Frau die sich zu der Zeit des Proheten sas immer um die Reinheit der Moschee gekümmert hatte und die verstarb ohne dass der Prophet sas davon erfuhr. Das machte ihn traurig und so besuchte er ihr Grab um das Totengebet zu verrichten. Dies soll uns zeigen, wie wichtig jede einzelne Tat für die Gemeinschaft ist, so klein sie auch zunächst erscheinen mag.
Abgesehen von diesen zwei Vorträgen gab es noch viele weitere Eindrücke, die die Sinne erfreuten. Vier Geschwister trugen ihre Texte vor, welche passend zum Motto geschrieben waren und eine nachdenkliche Ruhe in die Moschee brachten, so wurde dieses Regionalmeeting auch zum „Poetry-Slammer-Meeting“. Die Sketche von Uma Lamo sorgten für herzhafte Lacher und mit der Anasheed-Darbietung ließen die Geschwister den Abend ausklingen.
Gegen 18 Uhr begaben sich die ersten bereits auf die Heimreise.
Aber keine Panik, das nächste Regionalmeeting kommt bestimmt ;)
Kommentare
Kommentar hinzufügen





