Ya Allah,
Lass mich jene Worte finden,
die Dich mir näher bringen.
Lass meine Zunge jene Worte formen lassen,
die einst Könige in die Knie fielen ließen
und jene eisernen Herzen vor Demut schmelzen ließen.
Ich kenne kein Wort,
das so schön,
so mächtig ist.
Mein Herz, es tut weh,
schwer vom Gewicht,
Wer bin Ich?
Dies Glück nicht verdient,
Dieser Kostbarkeit nicht wert.
Versunken in meiner Schuld,
Verloren.
Du stehst in meinem Regal
Und starrst mich an.
Und mit Dir starren mich die Helden an,
die Dir inne wohnen.
Ja, ich schäme mich.
Ich bin nicht so toll wie Ihr.
Hab nicht die Geduld,
die Kraft und das Gottesvertrauen.
Ich kann nicht so lieben
Und so sterben wie Ihr.
Ich bin einfach,
ein Knecht meiner Triebe,
Zwietracht spaltet mein Herz,
bedroht von Diamanten.
Herzenslust verschwindet,
mich nichts mehr an diese Welt bindet.
Ich bin ein Niemand.
Und doch so wie ich dich manchmal
In meinem Regal stehen sehe,
dann hör ich Dich meinen Namen flüstern.
Ich höre Dich in meinen Träumen von einer besseren Welt.
Und doch folgt ein Zeichen auf das andere,
Wellen der Hoffnung
Im Antlitz der Wüste.
Sei meine Küste
Und nimm die Fesseln von Mir.
Denn Ohne Dich bin Ich ein Niemand
Von Sanaa aus Bielefeld





