Nun bin ich zurück in meiner kleinen Gemeinde mit knapp 12.000 Einwohnern.
Die Koffer sind schon wieder verstaut auf dem Dachboden, alles an seinem rechten Platz. Ebenso ich, die schon lange wieder mitten in ihrem Alltag angekommen ist und sich schleppend an ihren gewöhnlichen Rhythmus anpasst.
Die Winterakademie liegt einige hundert Kilometer zurück. Doch in meinen Gedanken ist sie ganz nah.
Ich muss nur die Augen schließen und ich sehe die vielen Geschwister, altbekannte und neu kennengelernte Gesichter. Jedes mit einem Lächeln in Erinnerung.
Seltsam, denke ich, dass dieses Gefühl, das ich dort verspürte, noch immer so stark in meinem Gedächtnis besteht.
Ist es die Aufrichtigkeit der Menschen dort, die Liebe und Freundschaft in den Herzen, die das meine noch immer so warm umfasst?
Sind es die Mühen der Brüder und Schwestern, die sich einen weiten Weg und viel Arbeit gemacht haben, um uns zu helfen, uns Wissen anzueignen? Sind es die wundervollen Vorträge und Worte, die aufrichtigen Gebete und Gespräche mit dem Schöpfer oder die Momente voller Spaß und Freude?
Oder ist es die Liebe des Liebevollen(Al-Wadud), die meine Seele beruhigt? Oder der Glanz des Lichts (An-Nur), welches selbst die tiefsten Nächte erhellt und den Gläubigen aus seinem Schlafe weckt? Ist es die Macht des Versammelnden (Al-Dschaami'), die so viele junge Menschen aus Nord und Süd und West und Ost versammelt? Oder die Barmherzigkeit des Allerbarmers (Ar-Rahman), die die Herzen im Sturm erobert?
Was es genau ist, weiß ich nicht. Ich denke, es ist eine Mischung aus alldem - oder all das ist ein Ganzes, welches durch jeden Einzelnen wächst und gedeiht und erblüht.
Wer also wissen will, wie die WAK war, der sollte nicht fragen, sondern muss es selber miterleben, um den Segen, der in diesen fünf Tagen liegt, zu erfahren.





