"Hast du Probleme oder was?"
Artikel zum LKL-Treffen in Düsseldorf
Auf diesem LKL Treffen gab es statt „Spannung, Spiel und Schokolade" „Spannung, Spiel und Lahmacun“. Alle Lokalkreisleiter aus NRW wurden am 01.10.2011 von der MJD nach Düsseldorf eingeladen. Nach dem herzlichen Empfang im Saal des Landesjugendringes warteten alle gespannt auf das anstehende Programm, welches aus einer guten Kombination von Theorie und Praxis bestand. Nachdem alle ihre Namenskärtchen hatten, kippten einige schnell den letzten Schluck Kaffee hinunter, bevor sie sich auf ihre Plätze begaben, um Schwester Alaa zu lauschen, die das Programm vorstellte.
 
Einleitend rezitierte Bruder Sif, der gleich danach einen Vortrag über den Umgang des Propheten mit Konfliktsituationen hielt, aus dem Qurandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache.
Damit sich die Lokalkreisleiter kennenlernen, wurde unter Anleitung von Schwester Alaa ein Kennenlernspiel gespielt: Ballwerfen.  Die Lokalkreisleiter stellten sich in einem Kreis auf, in welchem der Ball gezielt auf eine Person geworfen wurde. Der Werfer musste beim Werfen seinen eigenen Namen und den Namen der Person, dem er/sie den Ball zuwerfen wollte, sagen. In der zweiten Runde, die ohne jegliche Unterbrechung folgte, kamen zusätzlich dazu die Lokalkreisstädte. Also rief die Person, die den zweiten Ball in der Hand hielt, zunächst den Namen ihrer eigene Lokalkreisstadt und den dere Lokalkreisstadt der Person, der sie den Ball zuwarf. Während einerseits das Tempo stieg, durfte man den Blickkontakt mit dem Ball-Fänger nicht verlieren.
 
Dadurch, dass die LK-Leiter nun Gesichter, Namen und Lokalkreise zuzuordnen lernten, herrschte schnell eine lockere Atmosphäre und geschwisterliches Beisammensein.
Der erste Vortrag begann.
„Konflikte sind normal.“ So lautete die Antwort der Mehrheit der Lokalkreisleitergruppe auf die Frage des Referenten Bruder Sif ul-Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe, ob Konflikte positiv oder negativ seien. „Konflikte sind normal, sie gehören zum Leben“, so Bruder Sif. Begonnen mit der Definition des Konfliktbegriffes, führte er uns zurück in die Vergangenheit, in die Zeit der Propheten. Auch Propheten waren nicht konfliktfrei. „Propheten wie Harun und Musa a.s. hatten Konflikte unter sich.“
Der Vortrag von Bruder Sif lehrte die Gruppe sowohl das richtige Verhalten bei Konflikten in den Lokalkreisgruppen als auch die vorbildlichen Beispiele aus dem Leben der Propheten. Er forderte uns auf, uns unserer Aufgabe, die nächste Generation zu erziehen, bewusst zu werden.
Konflikte seien nicht nur als Streitigkeiten anzusehen, die negative Einflüsse mit sich bringen, sondern als Situationen, die ebenfalls positive Folgen haben können und Chancen für Veränderung sind.
„Du bist imstande Konflikte zu lösen, wenn du davon überzeugt bist, dass diese gelöst werden können und dass Allah dir helfen wird sie zu lösen .“
 
Nach dem spirituellen Vortrag von Bruder Sif ul Islam, stellte Schwester Assia ergänzend dazu die psychologische Perspektive vor. Sie begann mit einer Übung zur Visualisierung von Konfliktsituationen. Diese Übung zeigte die subjektive Wahrnehmung der Individuen.
Bei Konflikten, die unvermeidlich und alltäglich sind, spielen Emotionen, Interessen und Ziele eine leittragende Rolle. Sie stellte verschiedene Perspektiven von Personen in Konfliktsituationen vor und zeigte mögliche Ursachen und Schlüsselkompetenzen auf. Geduld, eine gute Beobachtung sowie Objektivität seien nur einige von vielen Voraussetzungen für Konfliktlösungs-Fähigkeit. Doch das A und O bestände in der Bereitschaft und in dem Willen.
Nach dem theoretischen Input teilte  uns Schwester Assia  in drei Gruppen, in denen sich die Gruppenmitglieder einen möglichen Konflikt in einer Lokalkreisgruppe ausdenken sollten. In jeder Gruppe sollte ein Jugendlicher und ein Jugendleiter dargestellt werden, die über einen Konflikt sprechen. „Wie begegneten sich die Parteien imKonflikt?“ war die Frage. Ziel des eingeführten Rollenspiels war das Erlernen des richtigen Umgangs mit problematischen Jugendlichen, sowie der richtigen Art einer Konfliktschlichtung mit dem Einsatz des erworbenen Wissens.
 
Das Lokalkreisleitertreffen motivierte die Leiter dazu sich bewusst und aktiv zukünftigen Konflikten zu stellen und schweißte die Geschwister aus ganz NRW zusammen, um gemeinsam und voneinander Kraft zu schöpfen.
 
Alles Lob gebührt Allah (st). Und mögen die verantwortlichen Geschwister inshAllah reichlich für ihre Mühen belohnt werden.

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