Hischam auf Stippvisite
Besuch des Vorsitzenden beim LK Berlin

Wer ist 29 Jahre alt und kommt aus Karlsruhe?

Genau - Bruder Hischam, der Vorsitzende der MJD! Und genau dieser hat am Montag den langen Weg auf sich genommen, um den Lokalkreis Berlin zu besuchen und über die MJD und sich zu erzählen.

Als Hischam ankam wurde ihm gleich das Wort übergeben. Er begann damit sich vorzustellen, erzählte wie er zur MJD kam und was er mit ihr schon so alles erlebt hat.

Obwohl Hischam - wie er mehrmals betont hat - aus Karlsruhe stammt, wo es damals nicht sehr viele muslimische Jugendliche gab, war er bereits ein bewuster Muslim1) wörtlich: der sich Unterwerfende, der sich Hingebende; Anhänger des Islams.2) (gest. 875); Kompilator des Hadîth; wie Buchârî, ein Verfasser des „Sahîh“ genannten Werkes, bevor er zur MJD fand. Ein wenig Kontakt mit anderen muslimischen Jugendlichen hatte er in der Moscheeabgeleitet vom arabischen "masdschid" (wörtlich: Ort der Niederwerfung); in erster Linie Ort des gemeinschaftlichen Gebets; darüber hinaus Nutzungsmöglichkeiten für soziale, kulturelle und erzieherische Funktionen, die er regelmäßig besuchte.

Mit ca. 13 Jahren nahm er an einem der ersten MJ-Kurse teil, der ihm sehr gefiel. Den wohl intensivsten Eindruck hat aber nicht das erlernte Wissen, sondern die Geschwister bei ihm hinterlassen, weil jeder Deutsch sprach - im Gegensatz zu den Geschwistern in der Moschee - und sich Deutsch fühlte.

Mit 15 Jahren besuchte er das erste MJD-Meeting (bei dem damals gerade einmal 200 Leute anwesend waren), für ihn war dies eine super Erfahrung. Dieses Meeting war für ihn eine Motivation selbst aktiv zu werden.

Das Wissen, was er bei den Kursen erlangt hatte, half ihm nicht nur in seinem Alltag, sondern auch in der Schule weiter, denn er begann mit Lehrern und Mitschülern über den Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe zu diskutieren.

Beim auf den Kurs folgenden Tarbiya-KursMit der MJD entstand auch der Tarbiya-Kurs, der im Islam und in der MJD aktive Jugendliche zusammenbringen sollte. Tarbiya bedeutet so viel wie Entwicklung, Erziehung und bezieht sich auf die Lernkompetenzen im täglichen Leben bzw. im Alltag. Ziel der Tarbiya ist es, Schritt für Schritt an seinen Aufgaben zu wachsen und im religiösen Sinne Allah näher zu kommen. Im Tarbiya-Kurs geht es darum den Mitgliedern zu vermitteln wie man durch vorbildliches Handeln und Sprechen zum Islam einlädt. So soll nicht nur nach außen hin das Bild des Islam, sondern auch die eigene Persönlichkeit verbessert und dies als Lebensaufgabe gesehen werden. Im Tarbiya-Kurs soll auch der persönliche Glaube gestärkt und die Teilnehmer in ihrem islamischen Verständnis und Wissen gefestigt werden. Teil des Tarbiya-Kurses sind Geschwister, die sich in jeder Lebenslage aktiv für den Islam einsetzen oder dies noch vorhaben. Mehrere Tarbiya-Jahrgänge haben die zweijährig ablaufenden regelmäßigen Treffen schon beendet. Die Teilnehmer treffen sich alle vier bis sechs Wochen in jeweils unterschiedlichen Städten treffen und reisen dann von Kiel bis München an, kommen also aus ganz Deutschland. hatte Hischam die Aufgabe die gemeinsame Reise zu organisieren, was ihm half Verantwortung zu übernehmen und sich für eine Gruppe zu engagieren. Später wurde er in der Internet-AG der MJD aktiv, mit der er die erste Homepage gestaltete. Mit 21 wurde er Mitglied im MJD-Vorstand.

Mit vielen kleinen Geschichten und Anekdoten machte Hischam das Zuhören sehr interessant; jedoch wurde es später und später, so dass auch die schönste Geschichte irgendwann enden musste. Nach dem Nachtgebet und einem kleinen Snack, wo ein wenig weitererzählt wurde, ging es für die Zuhörer des LKs und auch Bruder Hischam nach Hause.