Mit " Spannung, Spiel und Schokolade" wurden alle Lokalkreisleiter aus NRW am 26.2.2011 nach Mühlheim gelockt und sie sollten nicht enttäuscht werden. Herzlich begrüßt, wurden wir am Eingang der Moscheeabgeleitet vom arabischen "masdschid" (wörtlich: Ort der Niederwerfung); in erster Linie Ort des gemeinschaftlichen Gebets; darüber hinaus Nutzungsmöglichkeiten für soziale, kulturelle und erzieherische Funktionen empfangen. Mit einem heißen Tee in der Hand, holten so manche ihr Frühstück nach und dann schilderte Bruder Morad, der uns den Tag über begleitete, auch schon den Verlauf des Programms.
Bei dem Spiel Menschen-Bingo, wo die Geschwister möglichst viel über die anderen erfahren sollten, lernten wir uns kennen und schnell herrschte eine angenehme, geschwisterliche Atmosphäre.
Schwester Nadia, die über ihre Erfahrungen in ihrem Lokalkreis in Gelsenkirchen berichtete, gab den Impuls, um sich über allgemeine, aktuelle Problemstellungen der Lokalkreise auszutauschen und sich gegenseitig Tipps zu geben. Dabei wurden z. B. Fragen ausdiskutiert, inwiefern man die Jugendlichen zur Eigeninitiative und zu Verantwortungsbewusstsein motiviert.
Kreativität sei eine Möglichkeit und die Vergabe von kleinen Aufgaben am Anfang, aber vor allem Vertrauen und ein gutes Vorbild seien sehr förderlich, da waren sich alle einig.
Frischen Wind von außen brachte die Vertreterin vom Landesjugendring NRW Corinna, die allen Lokalkreisleitern ans Herz legte eine Zusammenarbeit mit den jeweiligen Jugendringen der eigenen Stadt anzustreben, weil sich durch die Kooperation sehr viele Vorteile ergeben können.
Sei es die Bereitstellung von Räumlichkeiten, oder auch Sport- und Freizeitaktivitäten der Stadt, sowie die gegenseitige Bereicherung – es gebe vieles von dem die Geschwister profitieren könnten.
Das Orga-Team war in allen Bereichen fleißig, eines der Höhepunkte des Tages waren sicherlich die selbstgemachten Döner, mit einer Auswahl von Salaten mit denen wir verwöhnt wurden. Aber damit wir ja nicht in Schlafstimmung verfielen, ging es weiter mit einem Workshop von Bruder Ahmad, in dem wir Ideen für neue Projekte sammeln konnten. Hierbei betonte der Referent, dass es vor allem darum geht, die Interessen der Jugendlichen anzusprechen, eine Distanz von eigenen Überzeugungen zu nehmen und die Teilnehmer agieren zu lassen. Von den dargestellten sieben Stufen eines Teilnehmers, soll die Höchste, nämlich die des selbstbestimmten Teilnehmers, angestrebt werden.
Zum Abschluss inspirierte Bruder Abdel Qader uns mit einem Vortrag, indem er an die
Herzen der Zuhörer appellierte. Die Motivation für unsere islamische Arbeit und unser
Treibstoff ist der Iman, den wir in unseren Herzen tragen. Die Intensität der
Verbindung zu Allah macht erst die Qualität unseres Handelns aus und dieses fließt
dann in die Lokalkreisarbeit ein. Er erklärte uns eine Struktur, die zwar total simpel klingt, aber mit ihrer Einfachheit die Basis unseres gesamten Handelns wiederspiegeln kann.
Er sagte, dass ein Gefühl, das sinnbildlich seinen Ursprung im Herzen hat,
oft eine Motivation für unser Handeln ist. Diese Motivation führt idealerweise zu einer positiven Handlung. Hier darf aber nicht die Endstation sein, sondern bevor die Handlung ausgeführt wird, sollte der Impuls wieder zurück ins Herz, damit die Handlung mit der reinen Absicht, aus Liebe zu Allah, ausgeführt wird.





