Positiv, authentisch, islamisch
Interview mit der Musikgruppe Furssan

Furssan ist eine aus den drei Mitgliedern Abdullah, Abdallah und Farid bestehende islamische Musikgruppe, welche aus dem britischen Birmingham stammt. Auf dem diesjährigen MJD-Meeting waren sie dabei und gaben einige ihrer Lieder, die ausschließlich aus ihren Stimmen und Trommelmusik bestehen, auf dem Bunten Abend zum Besten. Wir wollten mehr über sie wissen und führten ein Interview.

Redaktion: Wie habt ihr zusammengefunden?
Abdullah: Abdallah und ich haben an Poetry Slams in ganz Großbritannien teilgenommen. Wir kennen uns seit unserer Kindheit

Red.: Wo hattet ihr euern ersten Auftritt?
Farid: Das erste Mal, das wir in der Öffentlichkeit spielten, war auf einer Hochzeit.

Red.: Und wie lange ist eure Gruppe zusammen?
Abdullah: Hmm, ich würde sagen seit ca. einem Jahr

Red.: Wie seid ihr eigentlich an euren Gruppennamen gekommen
Abdallah: Farid gab ihn uns. Abdullah und ich versuchten eine Gruppe zu gründen und waren ratlos, was den Namen betrifft. Also fragten wir Farid, und er hatte die zündende Idee.


Red.: Ok Ihr drei, was würdet ihr sagen, wer euer Held ist?

Farid: Abu Bakr (ra) ist einer meiner größten Helden, er versuchte immer noch mehr für den Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe zu tun. Einer anderer Grund, warum ich Abu Bakr wähle, ist, weil es zwischen ihm und Umar (ra) stets einen Wettbewerb im Guten gab. Der Prophet (sasAbkürzung für „sallallâhu alajhi wa sallam“ („Der Friede Allahs sei auf ihm“); Bei der Nennung des Namens des Gesandten Gottes Muhammad (sas) sprechen die Muslime diesen oder einen ähnlichen Segenswunsch aus.) sagte, dass - wenn es einen Prophet nach ihm gäbe - es Abu Bakr wäre.


Abdullah:
In meinen Augen ist jeder ein Held.
Was ich meine, ist, dass jeder einen gute Angewohnheit oder Eigenschaft hat, die wir uns zueigen machen können. Es gab vor einiger Zeit eine Situation, welche ziemlich gut beschreibt, was ich meine. Da war ein Bruder, der im Rollstuhl saß und sich bergaufwärts schob. Jeder ignorierte ihn und lief an ihm vorbei. Nur eine Schwester blieb stehen und half ihm hoch.

Abdallah: Ich gebe Abdullah Recht. Aber Ich mag das Wort “Held“ nicht, es ist zu …
hmm, es ist nicht Held im Besonderen. Ich bin der Meinung, dass „Einfluss“ besser passt

Red.: Abdallah, du sagst du magst das Wort “Held “ nicht. Warum ?
Abdallah: Ein Held zu sein ist sehr gefährlich wegen der Gefahr beneidet zu werden. Hinzu kommt, dass Heldentum mir großer Verantwortung einhergeht. Leute beobachten dich, wenn du ein Held bist. Ich muss ihnen sagen: „Tut, was ich sage, nicht, was ich tue“.

Farid: Dito. Wir können den Korandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache rezitieren und kennen viele Ahadithder Bericht; die Überlieferung; Aussprüche und Taten des Gesandten Gottes Muhammad (saw); Bezeichnung für die Berichte, in denen die Sunna Muhammads (saw) überliefert wurde auswendig, was nicht heißt, dass wir ihnen stets folgen. Wir sind lediglich menschliche Wesen, und wir machen Fehler.
Deswegen ist es besser den Islam nach seiner Essenz zu bewerten statt nach seinen Anhängern. Niemand ist perfekt. Ich bin Lehrer, deshalb bin ich mir bewusst, dass Kinder zu Menschen wie Musikern, sogennanten “Stars“, und „normalen“ Menschen wie uns aufschauen. Und sie imitieren im Guten wie im Schlechten.

Red.: Beschreibt eure Gruppe. Jeder von euch hat drei Wörter.

Abdallah: ok(lacht), drei Wörter sind nicht gerade viel. Positiv – Botschaft – künstlerisch.
Farid: Islamisch – Welt – Musik.
Abdullah: Selbst – Wahrheit – authentisch.

Red.: Wenn wir über eure Musik sprechen, müssen wir auch über die Musik/Musiker sprechen, die euch beeinflussen
Farid: Ich würde sagen, was uns am meisten beeinflusst hat, sind diese traditionellen Sachen. Diese moderne Pop-, Rockmusik ist nicht, was wir machen. Ja, wir wurden sehr durch die älteren, klassischen An-Nascheed (islamische Musik) beeinflusst.

Abdullah: Ich mag so ziemlich jede Musik, solange sie gut ist. Du musst aufgeschlossen bleiben. Mit der Musik ist es wie mit diesem Helden-Ding. Jede Musikrichtung hat ihre Vorteile. Du musst die Wahrheit akzeptieren, was auch immer sie ist.

Abdallah: Lange Zeit hörte ich Hip-Hop, Rap und so, weil im Gegensatz zu vielen anderen  Musikrichtungen HipHop (die älteren Sachen) meisteine klare Botschaft hat. Aber heutzutage hat sich das Genre stark verändert. Heute höre ich alles Mögliche.

Red.: OK, Jungs, hier unsere letzte Frage: Was haltet ihr vom Meeting?
Abdullah: Ich habe mich seit langem nicht mehr so frei gefühlt. Ich liebe es all unsere Brüder und Schwestern an einem Ort zu sehen. Ich habe mit einigen Brüdern Badminton gespielt, den Vögeln gelauscht oder die Schafe gefüttert. Ich mag das Meeting sehr.

Farid: Es war sehr gut, sogar überdurchschnittlich gut, organisiert, und eure Jugendlichen sind sehr wohlerzogen im Vergleich zu den britischen Jugendlichen. Kleines Manko: Es gab keine Handtücher. Wir haben Handtücher erwartet, weshalb wir keine Handtücher mitgenommen haben.

Red.: Abdallah, Farid und Abdullah, wir danken euch für eure Geduld und Antwortbereitschaft. Es war uns ein Vergnügen ein Interview mit euch zu führen. Wir hoffen euch beim nächsten Meeting wieder zu treffen.
Furssan: Nein, Nein wir müssen euch dafür danken, dass ihr uns eingeladen habt!

Das Interview führten Schwester Iman aus Rahden und Bruder Imad aus Aachen

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