Am 3. Juni machten sich zehn Mannschaften auf den Weg nach Mainz, wo der Lokalkreis-Battle stattfinden sollte. Die Event-AG der MJD hatte ihn organisiert, und in der Jury saßen drei erfahrene MJDler, die nun ein sensibles Auge und einen klaren Unterscheidungssinn beweisen mussten. Ein Teil der Lokalkreise hatte einen weiten weg hinter sich gelassen, einige kamen im gleichen Look, andere wiederum kamen zu spät, doch alle hatten das gleiche Ziel - der beste LK des Jahres zu werden. Die Kreise mussten verschiedene Hürden überwältigen, um dieses Ziel zu erreichen. Nachdem sie sich kurz vorgestellt hatten, ging es in die erste Runde.
Es erwartete sie eine Schnellraterunde. Dabei durften die Mannschaften ihr Allgemeinwissen zum Besten geben. Die Gruppenmitglieder platzierten sich vor den einzelnen Stationen. Die erste Runde war dafür da, Punkte einzusammeln, denn nur die acht Kreise mit der höchsten Punktzahl, durften in die nächste Runde einziehen. Nach der Schnellraterunde folgte das zweite Spiel des Tages: Montagsmaler, bei dem man Begriffe wie Gebetskette oder Goldzahn malen und erraten musste. Jede Mannschaft hatte seinen eigenen Malstil. Manche waren sehr detailgetreu, andere wiederum eher minimalistisch. Wichtig dabei war, schnell und erkennbar zu zeichnen. Doch was hilft ein Picasso oder Da Vinci, wenn der Wortschatz der Truppe nicht ausreicht und man das Wort „Türklinke“ nur als „Türhenkel“ kennt.
Das nächste Spiel war ein Assoziationsspiel. Einer aus dem Kreis musste zu einem Begriff fünf dazu assoziierte Worte aufschreiben. Der Rest der Mannschaft musste dann unter Beweis stellen, wie gut sie ihr Gruppenmitglied kennen und diese fünf Begriffe erraten. Jetzt fragt bloß nicht, was unseren Teilnehmern zum Begriff „Schule“ eingefallen ist…von Strafbarkeit über Note sechs und andere negative Begriffe war alles dabei.
Nachdem alle Mannschaften durch waren, hieß es für zwei von ihnen „Dabei Sein ist Alles“. Die Restlichen acht buzzerten (Buzzer sind die roten Knöpfe, die auf der Fotostory sichtbar werden) sich durch die intensive Fragerunde über den Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe. Da nur vier Kreise ins Halbfinale einziehen konnten, gab es ein Stechen unter den Mannschaften, die im Gleichstand waren. Einer aus dem Kreis musste nun seine Buchstabierfähigkeiten zum Besten geben. Dabei lernten sie zum Beispiel, dass man ausschlaggebend mit Doppel-S schreibt.
Im Halbfinale sind unsere Zocker auch auf ihre Kosten gekommen. Im Playstation-Contest traten jeweils zwei Schwestern und zwei Brüder gegeneinander an. Doch man sollte die Schwestern niemals unterschätzen, sie schenkten sich wirklich nichts. Die Gewinner durften ins Finale einziehen, die Verlierer hatten noch einmal die Möglichkeit im Spiel um Platz drei zu den drei Stärksten zu gehören.
Das kleine Finale beinhaltete eine ganz besondere Aufgabe: Die Mannschaften hatten zehn Minuten Zeit, ein T-Shirt mit islamischer Message zu designen. Den dritten Platz erkämpfte sich der Karlsruher Brüderkreis Ansar; sie überzeugten mit ausgefallenen Ideen, einer tiefen Botschaft und der Friedenstaube (wohl eher einer Friedensgans), die als Symbol für den Islam stehen sollte. The Yellows, die MJD-KursDer MJD-Kurs ist ein Kurs, der an MJD-interessierte junge Muslime gerichtet ist und alle vier bis sechs Wochen stattfindet. Hier werden gemeinsam islamische Grundlagen erarbeitet und natürlich wird auch viel gelacht! Inzwischen gibt es mehrere Kurse im Norden und im Süden Deutschlands, für Brüder und für Schwestern. Das Angebot kann alhamdulillah stetig erweitert und verbessert werden. Süd Schwestern, welche es nur auf den vierten Platz schafften, spielten ebenso mit Sinnbildern wie zum Beispiel einer Rose, die für den Propheten Muhammad1) der Gepriesene; der Verherrlichte; der Prophet des Islams; der Gesandte Gottes und letzter aller vom Schöpfer entsandten Propheten an alle Menschen 2) 47. Sure des Korans; 38 Verse; offenbart in Medina stehen sollte.
Im Finale kämpften der Darmstädter Brüderkreis Bilal gegen den Hanauer Schwesternkreis. Ihre Aufgabe war es, etwas Kreatives zum Motto “Sind sie zu stark, bist du zu schwach“ zu kreieren, sei es ein Gedicht, eine Stand-Up-Show, eine Geschichte oder ein Theaterstück. Ihnen waren alle Optionen offen.
Beide Mannschaften entschieden sich für ein Theaterstück. Die Darmstädter Brüder brachten zwar mehr Erfahrung mit, aber überzeugen konnte die Jury nur die Hanauer Schwestern, die in ihrem Stück einen passenden Qur’anvers rezitierten. Nun dürfen sie stolz den Namen „Lokalkreis des Jahres 2007“ tragen.
Zum Abschluss gab es noch ein Konzert von Serkan114, der mit seinen Texten und seiner goldenen Stimme unsere Herzen berührte.Es war ein unvergesslicher Tag. Und inshaallahwörtlich: wenn Allah will; solange Allah zulässt; wenn man etwas zu tun beabsichtigt oder jemandem etwas verspricht, soll noch „inschâallâh“ hinzugefügt werden ist die Revanche nicht weit! Wenn ihr meint, ihr hättet dies alles mit links geschafft, dann seid beim nächsten Battle dabei!



