Spiel, Spaß und Hassanat
Der Fun Day im Holiday Park

 Es ist 07:00 Uhr morgens. Ich sitze noch ganz verschlafen im Zug auf dem Weg zum Holiday Park. Die Aufregung ist groß nach langer Zeit einige Geschwister wiederzusehen. Um genau 09:30 Uhr sitze ich im Holiday Park-Bus. Gespannt schaue ich aus dem Fenster, da ich weiß, dass eine Gruppe aus Germersheim gleich dazustoßen wird. Als die Gruppe den Bus betritt erkenne ich gleich einige Gesichter wieder. Los geht’s!

Angekommen am Holiday Park warten wir vor dem Eingang auf den Rest der Gruppe. Schon bald sind wir alhamdulillah komplett.

Es werden noch kurz die Gebetszeiten bekanntgegeben, und dann kann der Spaß auch schon beginnen. Wir kaufen unsere Tickets und betreten den Park. Eine schöne Wiese wird für unsere Gebete der Treffpunkt sein.

In einem Punkt sind wir uns alle einig: die Achterbahn „GeForce“ wird zuerst gefahren. Zielsicher machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Unsere Blicke werden ängstlicher, als wir vor dem Eingang stehen. Die Köpfe heben sich und wir betrachten sprachlos die Höhe. Doch nichts kann uns aufhalten. Mutig schließen wir uns der Schlange an, die in der ersten Reihe Platz nehmen will. Hier stehen nicht so viele Leute an. Sie wissen es wohl besser...

Als die ersten unserer Gruppe an der Reihe sind, schlottern uns die Knie. Eine dramatische Musik gibt uns dazu noch den Rest und unterstreicht die Angst.

Wir winken ihnen zu und wünschen viel Glück. Jetzt sitze ich selbst in der ersten Reihe. Als die Achterbahn nach oben fährt und man sehen kann, wie steil es nach unten geht, bekomme auch ich es mit der Angst zu tun. Ich halte mich fest am Griff fest, als es nun endlich losgeht. Mit einer sehr hohen Geschwindigkeit und vielen Kurven werden wir in den Sitz gedrückt und hin- und her geschleudert. Als wir wieder am Anfang sind und ich mit wackeligen Beinen aussteige, muss ich erst einmal wieder die Orientierung finden. Am Eingang warten schon jubelnd die anderen Geschwister...

 

Gepusht mit Adrenalin haben wir schon unsere nächsten Ziele vor Augen: den Anubis Free Fall Tower. Langsam geht’s in einer Viererreihe nach oben. Sicherheitshalber werden die Schuhe ausgezogen, sodass sie nicht wie Luftballons davonfliegen. In 70 Metern Höhe geht es plötzlich rasant in die Tiefe. Man wird aus dem Sitz gehoben und kann einfach nur noch schreien.

 

Tanzende Fontänen: Eine begehbare Springbrunnen-Anlage. Sobald das Wasser aus dem Boden schießt, rennen wir durch. Plötzlich werde ich von einer Schwester in einen Wasserstrahl gedrückt und werde pitschnass. Das gibt Rache...

Total durchnässt geht’s weiter im Programm mit dem Lighthouse-Tower: Beim Karussellfahren in 80 Metern Höhe hat man einen Blick über den gesamten Park. Mal etwas Ruhigeres mit schöner Aussicht, bei der man wieder etwas trocken wird.

Zwischendurch gibt es dann etwas Ruhe für die Seele. Beim Gebet macht sich eine schöne Stimmung breit und wir genießen es in vollen Zügen und voller Demut.

 

Holly's wilde Autofahrt. Was eigentlich für die Kleinen gedacht ist, erweist sich auch für die Älteren als Riesenspaß. In kleinen Autos fahren wir Schienen mit Höhen und Tiefen entlang, in denen wir ruckartig von rechts nach links und von links nach rechts gedrückt werden.

 

Doch lange bleibt man nicht trocken im Holiday Park. In Sechsergruppen setzen wir uns in zwei Rundboote und fahren den „Donnerfluss“ entlang. Pech hat, wer dem Wasserfall den Rücken kehrt oder in einen Strudel fährt. Tropfend nass geht’s zur nächsten Attraktion...

 

Auf nach Grünland! Wer kennt ihn nicht... unseren kleinen Freund aus Kinderzeiten. Tabaluga. Um noch einmal die alten Zeiten aufleben zu lassen, nehmen wir an der Kanalfahrt teil und können der Geschichte von Tabaluga lauschen, während wir links und rechts am Ufer seine Freunde und Feinde bestaunen können.

 

3, 2, 1...Go! In rotierenden Fässern sitzend werden wir wie ein Milchshake durchgeschüttelt. Kreischend und lachend erleben wir eine rasante Fahrt. Sobald wir ausgestiegen sind, stellen wir uns wieder hinten an, um nochmal mitzufahren.

 

Es ist 17:30 Uhr. Auch die schönste Zeit geht zu Ende. Mit einem zu vollen Becher Slush Ice geht’s zum Ausgang. Da zwei Geschwister mit dem Auto angereist sind, müssen wir uns leider schon verabschieden.

 

Der Rest begibt sich zum Bus, vor dem eine große Menschenmasse wartet. Um dem Stress zu entgehen, setzen wir uns auf den Boden und warten, bis der Bus ein zweites Mal fährt. Die Wartezeit wird mit lustigen Geschichten, Knabberzeug und Gruppenfotos überbrückt.

 

Als wir am Bahnhof ankommen, trennen sich auch die Wege der letzten Gruppe. Ich laufe zu meinem Gleis, der sich direkt gegenüber dem meiner neu gewonnen Freunde befindet. Wir unterhalten uns noch einige Minuten, bevor mein Zug einfährt. Ich winke noch ein letztes Mal, steige in den Zug und schaue aus dem Fenster. Alhamdulillahalles Lob gebührt Allah; „Alhamdulillâh“ zu sagen bedeutet, am Ende jeder Sache Allah zu danken, was für ein gelungener Tag! So einfach lässt sich Spaß mit Hassanat vereinen. Ich freue mich auf das nächste Abenteuer!

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