Trotz Regen ein Highlight
Das LK-Iftar in Dortmund

Es ist 18 Uhr und ich fahre mit meiner Mutter und Schwester los. Gespannt und auch voller Vorfreude erwarte ich das Iftardas Fastenbrechen; das Abendessen im Ramadan; die Mahlzeit zum Fastenbrechen nach Sonnenuntergang in Dortmund, organisiert von der Lokalkreis-AG. Was hat die AG wohl alles für uns vorbereitet? Ich will die Antwort so schnell wie möglich wissen, doch daraus wird erst einmal nichts. Wir verfahren uns ziemlich oft im Park. Ich frage mich immer noch, wie die AG es schaffen wird, im Park ein Iftar zu veranstalten. Dann endlich sind wir da. Ich sehe die großen Zelte, mit Bänken und Tischen drin, und einen großen Grillplatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Klick aufs Bild oder hier, um die weitere Fotos in der Galerie anzuschauen!

Dazu kommt noch ein Zelt mit all den Leckereien der Internationalen Küche. Das sieht aber ECHT alles lecker aus! Herzlich werden wir alle begrüßt und begehen uns zu den Tischen. Ich wundere mich, dass so wenige dort sind. Hat die LK AG nicht mit 200 Leuten gerechnet? Kaum 20 sind zu sehen. Ich werde immer hibbeliger, als auch um 19 Uhr nichts geschieht. Mal wird dort angepackt und mal dort vorbereitet. Nirgends sind 200 Gäste zu sehen.
Doch das macht überhaupt nichts. Alle sind bester Laune und packen, wo es auch immer geht, mit an. Und dann plötzlich, wie aus dem Nichts, kommen immer mehr Gäste. Es werden immer mehr und mehr, und die Bänke füllen sich. Nun gibt es aber viel zu tun, denke ich. Und so ist es auch, die Gebetsteppiche werden ausgerollt und das Essen zurechtgemacht. Eine Koranrezitation findet statt, und eine interessante Nasiha über das richtige Essen im Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Brennende Fackeln verbreiten ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Im Dunkeln und unter freiem Himmel beginnen wir alle mit dem Gebet. Ruhig folgen wir dem Imamder Vorbeter; der Führer; der Leiter; das Vorbild. Und plötzlich -mitten im Gebet- fängt es an zu regnen. Unsere Rücken werden nass, als wir uns vor Allah verbeugen.
Natürlich rennen alle, nachdem das Gebet verrichtet ist und wir alle nass geworden sind, unter die Zelte. Hunderte von Muslimen springen plötzlich auf. Das ist ein ziemlich  lustiger Anblick. Dann aber wird endlich das Essen für seine letzten Züge vorbereitet. Marokkanisch, Deutsch, Türkisch, Irakisch, Libanesisch und noch viele andere Herkünfte sind dem Essen anzusehen. Nun sind alle versorgt, denke ich, und der Regen wird immer heftiger. Doch unsere Kerzen und die brennenden Fackeln geben uns trotzdem Licht. Irgendwie kommt mir dieser Abend in dem ganzen Chaos und dem Regen gesegnet vor, wird mir beim Essen bewusst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir alle lecker gespeist haben und von allem probiert haben, wird die MJD vom Vorstand vorgestellt. Alle versuchen leise zu sein, da es leider keine Mikrophone gibt. Und es klappt - alle hören gespannt zu und lassen sich im Freien vom starken Gefühl der Ummahdas Volk; die Nation; die Gemeinde; die weltweite Gemeinschaft der Muslime mitnehmen. Es regnet auch nach dem Vortrag noch weiter – was aber kein Hindernis dafür ist, beim Aufräumen mitanzupacken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle helfen mit und beweisen mal wieder die Stärke der Gemeinschaft. Ein unglaublicher Abend liegt nun hinter uns, mal chaotisch, mal lustig, mal unglaublich schön. Wie oft hat dieser Abend bewiesen, dass man alles zusammen schaffen kann. Auch im Regen...

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.