Von Abdul-aziz für den MJD-Vorstand
Assalamu alaikum liebe Geschwister,
in diesem Ramadander 9. Monat im islamischen Kalender; der Fastenmonat wollen wir euch jede Woche eine kleine Nasiha mit auf den Weg geben.
Heute haben wir bereits den 5. Ramadan und gleichzeitig Jumua. Es ist also schon fast die erste Woche vergangen. In unserer kleinen Nasiha soll es heute um den Charakter gehen und in welcher Beziehung dieser zum Fasten steht.
Vom letzten Gesandten Allahs, Muhammad1) der Gepriesene; der Verherrlichte; der Prophet des Islams; der Gesandte Gottes und letzter aller vom Schöpfer entsandten Propheten an alle Menschen
2) 47. Sure des Korans; 38 Verse; offenbart in Medina, Allahs Segen und Frieden auf ihm, werden folgende Aussprüche überliefert:
"Wer das falsche Wort und dessen tatkräftige Durchsetzung nicht unterläßt, von dem verlangt Allah nicht, dass er auf sein Essen und Trinken verzichtet." (Buchari)
bzw.
„Das Fasten ist ein Schutz. Ein Fastender soll keine schlechten Worte von sich geben und sich nicht ärgern. Wenn den Fastenden jemand beschimpft oder mit ihm streitet, soll er „Ich faste!” sagen.” (Buchari)
Man muss gerade während dem Fasten also auf sein Benehmen achten. Besondere Vorsicht ist dabei den Worten, die man verwendet, geboten.
Als Muslime wissen wir, dass die Propheten die besten Charaktereigenschaften hatten, daher nehmen wir sie uns auch als Vorbilder. Unser Vorbild ist besonders Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm. Von keinem anderen Menschen ist heutzutage mehr bekannt als von ihm.
Doch wie war sein Charakter?
Dazu wissen wir von seiner jüngsten Frau folgendes:
Von Aischa ist überliefert, dass sie, als sie über den Charakter des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gefragt wurde, sagte:
„Lest ihr die Sura, Al-Mu'minuun"? „Ja": wurde ihr geantwortet. Sie sprach: „Dann lest mal"! Und es wurden ihr die ersten elf Ajat dieser Sura vorgetragen.
Schauen wir uns also diese 11 Ayat einmal ganz genau an.
1 Den Gläubigen wird es ja wohl ergehen,
2 denjenigen, die in ihrem Gebet demütig sind,
3 und denjenigen, die sich von unbedachter Rede abwenden,
4 und denjenigen, die die (Zahlung der) Abgabe anwenden,
5 und denjenigen, die ihre Scham hüten,
6 außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln,
7 – wer aber darüber hinaus (etwas) begehrt, das sind die Übertreter –,
8 und denjenigen, die auf die ihnen anvertrauten Güter und ihre Verpflichtung achtgeben,
9 und denjenigen, die ihre Gebete einhalten.
10 Das sind die Erben,
11 die das Paradies erben werden; ewig werden sie darin bleiben.
Lasst uns versuchen diese Ayat zu beherzigen und uns stets daran zu erinnern, um sie dann auch in die Tat umzusetzen. Am besten geht dies wenn wir sie auswendig lernen und sie in unseren täglichen Gebeten rezitieren.
Möge Allah uns helfen unsere Charaktereigenschaften zu vervollkomnen. Amin!
Abdul-aziz für den MJD-Vorstand





