Unsere Wege auf alten Spuren
Rückblick zum MuMM 2011

Was hat das Mumm-Orga-Team diesmal mit uns vor? Gruselige Nachtwanderungen mit Masken und schwarzen Gewändern sind am Meer schwierig durchzuführen, oder?

Zum zehnten Jubiläum muss alles Bekannte gesprengt werden und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Am ersten Abend lernen sich die Schwestern aus den unterschiedlichen Städten kennen und ruhen sich bei einem gemeinsamen Essen von der langen Fahrt aus. Nach dem Nachtgebet bittet Schwester Malika alle Schwestern, es sich im Gebetsraum gemütlich zu machen. Mit ihrer sanften Stimme befördert sie uns auf eine wunderbare Reise durch unseren Körper, nie zuvor schienen unsere Sinne so intensiv spürbar und mit jeder Minute, die verstreicht, vergeht auch alle Last, alle Probleme und Sorgen des Alltagslebens. Frei von schlechten Emotionen – das MuMM könnte nicht besser beginnen.

Für die besonders Aktiven startet der Samstag schon sehr früh. Nach dem Morgengebet versammeln sich die Schwestern entweder zum Joggen oder zu einem Tafsir am Strand, bei dem der wunderbare Sonnenaufgang die Schönheit des Korans deutlich unterstreicht.

Der erste Vortrag über das „Labyrinth des Lebens“ lässt uns über die Strukur und das Ziel unseres Alltags nachdenken: in welchen Momenten wir dazu neigen in Position zu erstarren, statt weiter zu gehen, allein zu gehen, statt gemeinsam nach Wegen zu suchen. Inspirierende Worte, die einen daran erinnern, dass das Geheimnis des Labyrinths darin besteht immer nur einen ganz bestimmten Punkt zu fixieren, um aus ihm herauszufinden: Allah (s.t.).

Am Nachmittag nach sehr viel theoretischem Input und einer AG werden die Schwester nun aktiv bei der Rallye herausgefordert. Dreizehn Stationen mit nervenzereibenden Aufgaben warten auf die Mädchen. Wer schafft es den Schuh auf die Tischplatte zu befördern? Wie alt sind nun Sohn, Vater und Opa jeweils? Bekommt man diese große Person wirklich durch diese kleine Lücke? Man weiß es nicht, aber garantiert ist jede Menge Spaß, Abwechslung und Teamwork. Die drei Stunden, die die Schwestern durch das ganze Gelände führen und immer wieder hin und zurück zum Strand laufen oder rennen, erfüllen sowohl ihren körperlichen als auch geistigen Zweck. Vor allem aber erreicht die Geschwisterlichkeit ihren Höhepunkt.

Eine junge Frau, die sich vor zehn Jahren über unnötige Diskussionen ärgert und denkt:

„Wieso gibt es eigentlich keine muslimische Veranstaltung nur für Schwestern?“ Unnd plötzlich entsteht aus einem Gedanken das Muslimische Mädchen-Meeting und seine inzwischen zehn Jahre alte Tradition alhamdulillahalles Lob gebührt Allah; „Alhamdulillâh“ zu sagen bedeutet, am Ende jeder Sache Allah zu danken. Bei einer Gesprächsrunde eine der Mitbegründerinnen Amena, dem jahrelangen Orgamitglied Fatima Und der Ehrenteilnehmerin Hatun, die schon bei jedem MuMM dabei war, bekommen wir aus verschiedenen Perspektiven dargestellt, was die Beweggründe für das MuMM waren, welche guten und schweren Zeiten es gab und welchen individuellen Einfluss das Mumm auf die Schwestern hatte und bis heute hat.

Den Sonntag ersehen wir vor allem aufgrund des Bunten Abends schnell herbei. Jede Schwester, sei es durch ihre charmante Moderation, ein Theaterstück oder eine Kickbox-Tanz-Performance – in den AGs hart erarbeitet -, Gesang,ein Freundschaftsgeständnis oder einfach nur lauten Beifall, trägt zum Erfolg des wundervollen Abends bei. Das eine Auge glänzt noch vor emotionaler Rührung, da weint das Andere schon wieder Lachtränen.

Während ich die MuMM-Hymne mitsinge macht sich in meinem Herzen das Gefühl von „Zu-Hause- Sein“ breit. Ja, ich fühle mich bei der MJD zu Hause und sage „Danke“ für die vielen wunderbaren MuMMs, die es schon gab und die mich so sehr geprägt haben. Mit dem Duft des Meeres in der Nase weiß ich,dass ich DIESES besondere Mumm wirklich niemals in meinem Leben vergessen werde.


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Fotos vom MuMM 2011

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