Vom Kreischen zum Sonnen
Die Funday-Kanufahrt in Essen

Von Schwester Hatice

„Man Nadia, wie lange müssen wir noch laufen?“ „Ach ist nicht mehr viel, nur noch 5-10 Minuten und nicht vergessen, immer den Waldweg weiterlaufen.“ Dann legte sie auch schon auf und wir gingen immer weiter den Waldweg entlang. Da wir Chaoten, aus Dortmund und Bielefeld, uns verlaufen hatten, mussten wir den Essener Kanu-Verein schließlich doch selbst finden. Und das noch im WALD…noch dazu waren die Dortmunder und Bielefelder getrennt unterwegs. Das konnte ja nur eine lange Wanderung werden.

Nachdem wir 10 Minuten immer weiter gelaufen waren und der Waldweg kein Ende fand, riefen wir noch mal an: „Schätzchen, lauft immer weiter. Gleich kommt es…“. Von wegen! Wir waren ungefähr eine Stunde unterwegs. Irgendwann waren wir so deprimiert, dass wir am liebsten nach Hause gehen wollten. Doch zum Glück hatten wir Schwestern, die sich selbst in solch einer Situation nicht entmutigen ließen, und so ging es immer weiter. Nachdem wir 1000 Mal in die falsche Richtung gelaufen waren, fanden wir dann endlich den heißersehnten Kanu-Verein. Mit schmerzenden Händen und Füßen konnten wir endlich alle begrüßen..

Als wir unsere Schwimmwesten dann anhatten und uns der nette Herr Kanu-Vereins-Leiter das Rudern erklärt hatte, fing der Spaß an. Wir ruderten, was das Zeug hält und waren sogar in manch einer Panne sehr gut. Der nette Herr Kanu-Vereins-Leiter gab uns immer Anweisungen, und wir führten diese dann mit viel Mühe aus.

Natürlich wurden wir auch wegen unseres Gekreisches (typisch Mädchen) vom netten Herrn Kanu-Vereins-Leiter ermahnt, da Gekreische meistens Gefahr bedeutet. Da wir uns aber in keiner Notsituation befanden, mussten wir unser Gekreische unterdrücken. Nachdem wir also nicht mehr kreischten sonnten sich manche auf dem Kanu und manche ruderten wie die Irren umher. Wir ruderten in Gebüsch rein und rammten uns gegenseitig, wobei manche sogar nass wurden. Als wir dann endlich den Dreh raushatten, mussten wir auch schon gehen.

Wir hatten vor, nach dem Kanufahren zu picknicken und suchten ein schönes Plätzchen. Da wir lange Zeit suchen mussten, waren die meisten etwas genervt. Doch das sollte nicht lange halten, da wir auch schon einen schönen Platz fanden. Wir legten das viele Essen auf die Bänke und machten es uns auf Decken direkt neben dem Fluss gemütlich. Dann endlich konnten wir nach der anstrengenden Wanderung essen. Nachdem wir alle Leckerein verspeist hatten, ging es darum etwas zu gewinnen. Wir strengten uns alle an, uns möglichst viele Teilnehmernamen zu merken und versuchten Fragen zum Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe zu beantworten. Als jeder dann auch was gewonnnen hatte, machten wir uns auch schon auf den Weg nach Hause. 

Es war ein sehr schöner Tag, mit sehr viel Spaß und super Laune.

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