"Zwang im Islam" oder doch freiwillig?
Muslimische Jugendliche von der MJD bei der Nacht der Jugend in Neustadt

Am Freitag, den 19. Juni 2009 lud der Arbeitskreis „Jugend & Prävention" zum zweiten Mal zur „Nacht der Jugend" von 18.00 bis 24.00 Uhr ins  Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Neustadt (Nähe Karlsuhe) ein. Unter der Schirmherrschaft und Anwesenheit des Bürgermeisters, Ingo Röthlingshöfer, bekamen Jugendliche die Möglichkeit ihre Anliegen vorzubringen, über Politik und Allgemeines zu diskutieren, Fragen zu stellen und Anregungen weiter zu geben.

Es wurde eine Vielzahl an Workshops und Diskussionsforen in den Bereichen Sport, Kultur, Musik, Kreativität, Tanz, Theater, Spiel, Religion, Bildung, Geschicklichkeit etc. angeboten.

Die MJD e.V. war mit einer Diskussionsrunde und einem Film vertreten. Hier konnten die Teilnehmer Fragen stellen, über das Thema "Zwang im Islamwörtlich: „heil sein“, „unversehrt sein“, „Unterwerfung“, „Gottergebenheit“; die Ergebung in Gottes Willen; die Bezeichnung der von Gott für den Menschen vorgesehenen Lebensweise der friedvollen Hingabe?" diskutieren und vieles an Informationen über die Muslimische Jugend erhalten.

Auch wenn die Teilnehmerzahl weniger war als erhofft gestaltete die MJD einen kleinen, im Schulgang platzierten,  aber sehr aktiven und engagierten Infostand...

Dieser schaffte es sogar den Bürgermeister anzulocken. Somit machte die MJD e.V. nicht nur eine sehr schöne Bekanntschaft, sondern vertrat auch die Muslimische Jugend in Neustadt. 

Die muslimischen Jugendlichen kamen auf dem Gelände mit anderen Jugendlichen  ins Gespräch, stellten ihnen die MJD vor und diskutierten mit ihnen  über bestehende Vorurteile bezüglich der Frage "Zwang im Islam?". 

Natürlich kamen  Spaß und Kommunikation nicht zu kurz. Mit einem Quiz sorgte die MJD für Abwechslung und Unterhaltung.

Mit dem Motto "Ana Laha" war die MJD mit dabei (auch wenn es anfing gefährlich zu werden)...

Sie überwältigten voller Stolz den Abstieg an einer Wand eines Gebäudes der CJD Jugenddorf...

Selbst der der Leiter des Arbeitskreises Jugend und Prävention Stefan Boettge stieg die "Kletterwand" hinunter, was die Gemeinsamkeiten und die Kommunikation symbolisch stärkte.

Danach wurden noch einige Gemeinschaftsfotos geschossen, bevor die muslimischen Jugendlichen und auch andere Jugendliche sich auf den Weg nach Hause machten.

Erläuterung und Hintergrund des Projekts:

Der Arbeitskreis Jugend und Prävention Neustadt, deren Mitglieder Mitarbeiter der Schulen, des Jugendamtes, der Polizei, des Jugendmigrationsdienstes und einiger anderer Wohlfahrtseinrichtungen sind, hat als Zielsetzung, jungen Menschen Alternativen zur sinnvollen Freizeitgestaltung aufzuzeigen und anzubieten.
Die Jugendlichen sollen anhand der Angebote lernen, das eigene Leben aktiv - nicht konsumorientiert - und verantwortungsbewusst in die eigenen Hände zu nehmen. Um diese aktiven Seiten der jungen Menschen zu stärken und ein friedvolles Miteinander der Kulturen zu fördern, entstand im Arbeitskreis die Idee der „Nacht der Jugend". Bei diesem Event soll der Schwerpunkt auf sog. „Mitmachangeboten" liegen. Es ist daran gedacht, während der Nacht der Jugend in Neustadt sehr unterschiedliche und vielfältige Angebote für junge Menschen anzubieten, an denen sie aktiv mitwirken können. Ganz bewusst wurden nicht nur soziale Einrichtungen sondern auch Handwerk, Gastronomie sowie Vereine und Verbände angesprochen. Es wurden Schnupperkurse aus dem handwerklich, kulinarischen und kreativen Bereich, Stehgreiftheater, Musik-, Theater- u. Konzert-AGs, Philosophencafe, Diskussionsrunden (zum Beispiel mit der MJD e.V.), sportliche Aktivitäten, Abenteuer- und Erlebnispädagogik, Spielepartys, Kunstwerkstatt usw. angeboten.
Mit dabei waren unter anderem: Zwei Neustädter Bands Release my pain und Timeless, Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Neustadt, die Freiwillige Feuerwehr Neustadt, die Muslimische Jugend in Deutschland e.V....

Im Anhang findet ihr einen Zeitungsartikel vom 17.06.09 aus Die Rheinpfalz zur Nacht der Jugend.

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